Die beste Nachricht duerfte die meisten ja mittlerweile erreicht haben: Mimi ist sicher in Costa Rica angekommen und befindet sich im Moment auf dem Weg nach Samara. Also: Alles wird gut!
Aber von vorne:
Wie man aus meinem letzten Artikel ja leicht schlussfolgern konnte, war die Enttaeuschung ueber die verspaetete Anreise von Mimi riesengross, zumal man in diesem Moment noch gar nicht absehen konnte, wie lange es dauert, bis sie hier sein wird, wenn ueberhaupt. Der Montag begann dann diesbezueglich dann auch direkt mit einer weiteren schlechten Nachricht, da sie lediglich einen Flug fuer Dienstag naechste Woche bekommen hatte, was gerade mal 1,5 gemeinsame Woche in Costa Rica bedeutet haetten. Wenigstens in der Schule hatte ich mehr Glueck: Es war wie angenommen kein Problem, noch eine Woche in der Schule dranzuhaengen. Ich bin sogar noch in meine alte Klasse gekommen, mit der ich schon in den letzten 2 Wochen sehr viel Spass hatte. Und abgesehen davon, dass im Hinterkopf immer das Wissen lag, dass ich eigentlich laengst mit Mimi zusammen in CR waere, war diese Woche in der Schule die mit Abstand beste. Nachdem ich ja gerade in der ersten Woche leichte Anpassungsschwierigkeiten hier hatte und zu diesem Zeitpunkt nur wenige Leute in meinem Alter/Wellenlaenge hier waren, hat sich das in den letzten 2-3 Wochen komplett geaendert. Es war echt unglaublich, wie viele Leute mich jeden Tag nach dem neuesten Stand, was Mimi betrifft, gefragt haben. Wenn sie heute hier ankommt, kennt sie auf jeden Fall bereits halb Samara
Und auch ansonsten, es ist einfach so krass, wie viele Leute aus vielen verschiedenen Laendern man innerhalb so kurzer Zeit kennenlernen kann und wie viele Impressionen und Ideen man in dieser Zeit dadurch vermittelt bekommt. Ich freue mich jetzt auf jeden Fall schon darauf, so ab Mai den Urlaub 2011 zu planen
Apropos Planen: Die Woche war ansonsten gespraegt von vielen verschiedenen Plaenen fuers Wochenende. Zum einen stand eine Tour mit der Schule zur Debatte (die aber dann aufgrund zu weniger Personen nicht zustande kam), zum anderen hatte ich mit Meike aus der Schule verschiedene Konstellationen in Betracht gezogen, in Abhaengigkeit davon, ob Mimi nun Montag oder Dienstag in San Jose landet. Weil Mimi sich ja dann absolut nicht entscheiden konnte, wann sie denn jetzt herkommt
, wurde letztlich keiner dieser Plaene verwirklicht, denn nachdem ich am Donnerstag die Nachricht bekam, dass Mimi schon am Freitag herkommt, war natuerlich klar, dass saemtliche Plaene gestrichen werden. Somit nahm dann auch das Auf und Ab ein Ende, was schon ein wenig nervenaufreibend war, weil niemand wirklich wusste wie es weitergeht. Aber et haett noh immer jootjejange, dieses Mal also auch!
Ansonsten habe ich die Woche, einmal mehr, mit hervorragendem Essen, hervorragenden Wellen (ich war 2x diese Woche bodysurfen, warum ich jetzt erst damit angefangen?!), einem Ausflug zum einsamen Strand Buena Vista, Fussball spielen bei gefuehlten 40º um 9 abends und natuerlich auch viel Spanisch lernen verbracht. Gestern war dann, zum zweiten Mal fuer mich, die Graduation mit Abschlussrede. Leider hatte ich dann einen kleinen Versprecher eingebaut und statt „yo no voy a olvidar Samara nunca“ (ich werde Samara niemals vergessen) „yo voy a olvidar Samara“ (Ich werde Samara vergessen) gesagt. Sehr lustig, vor allem fuer die anderen
Immerhin habe ich wieder den Preis fuer die beste Diskussionsbeteilung eingeheimst
Und so bloed sich das jetzt anhoert, wo ich die Stunden zeahle, bis Mimi hier ist (3,5!), ich bin jetzt schon ein wenig traurig, wenn es uebermorgen zurueck ins Landesinnere geht. Nunja, immerhin ist Samara nach Koeln und Dunedin die „Stadt“ in der die meiste Zeit meines Lebens am Stueck verbracht habe, zumal man sich nach 5 Wochen nicht mehr als Turist fuehlt und auch von den Ticos nicht mehr als solcher wahrgenommen wird.
Wie oft ich in den naechsten 2 Wochen noch bloggen kann, weiss ich nicht, also nicht wundern, wenn nicht(s) mehr so viel hier erscheinen sollte. Auch schwer vorzustellen, dass ich in 2 Wochen schon wieder zu Hause bin. Und so schoen es hier ist und so sehr ich mich auf die naechsten beiden Wochen freue, „En unserem Veedel“ hoeren erzeugt bei mir immer kurzfristige starke Heimatgefuehle
Alles Gute nach Koeln und Deutschland,
Stefan

















