Verfasst von: Stefan | April 24, 2010

Im Wechselbad der Gefuehle

Die beste Nachricht duerfte die meisten ja mittlerweile erreicht haben: Mimi ist sicher in Costa Rica angekommen und befindet sich im Moment auf dem Weg nach Samara. Also: Alles wird gut! :)

Aber von vorne:

Wie man aus meinem letzten Artikel ja leicht schlussfolgern konnte, war die Enttaeuschung ueber die verspaetete Anreise von Mimi riesengross, zumal man in diesem Moment noch gar nicht absehen konnte, wie lange es dauert, bis sie hier sein wird, wenn ueberhaupt.  Der Montag begann dann diesbezueglich dann auch direkt mit einer weiteren schlechten Nachricht, da sie lediglich einen Flug fuer Dienstag naechste Woche bekommen hatte, was gerade mal 1,5 gemeinsame Woche in Costa Rica bedeutet haetten. Wenigstens in der Schule hatte ich mehr Glueck: Es war wie angenommen kein Problem, noch eine Woche in der Schule dranzuhaengen. Ich bin sogar noch in meine alte Klasse gekommen, mit der ich schon in den letzten 2 Wochen sehr viel Spass hatte. Und abgesehen davon, dass im Hinterkopf immer das Wissen lag, dass ich eigentlich laengst mit Mimi zusammen in CR waere, war diese Woche in der Schule die mit Abstand beste. Nachdem ich ja gerade in der ersten Woche leichte Anpassungsschwierigkeiten hier hatte und zu diesem Zeitpunkt nur wenige Leute in meinem Alter/Wellenlaenge hier waren, hat sich das in den letzten 2-3 Wochen komplett geaendert. Es war echt unglaublich, wie viele Leute mich jeden Tag nach dem neuesten Stand, was Mimi betrifft, gefragt haben. Wenn sie heute hier ankommt, kennt sie auf jeden Fall bereits halb Samara ;) Und auch ansonsten, es ist einfach so krass, wie viele Leute aus vielen verschiedenen Laendern man innerhalb so kurzer Zeit kennenlernen kann und wie viele Impressionen und Ideen man in dieser Zeit dadurch vermittelt bekommt. Ich freue mich jetzt auf jeden Fall schon darauf, so ab Mai den Urlaub 2011 zu planen ;)

Apropos Planen: Die Woche war ansonsten gespraegt von vielen verschiedenen Plaenen fuers Wochenende. Zum einen stand eine Tour mit der Schule zur Debatte (die aber dann aufgrund zu weniger Personen nicht zustande kam), zum anderen hatte ich mit Meike aus der Schule verschiedene Konstellationen in Betracht gezogen, in Abhaengigkeit davon, ob Mimi nun Montag oder Dienstag in San Jose landet. Weil Mimi sich ja dann absolut nicht entscheiden konnte, wann sie denn jetzt herkommt ;) , wurde letztlich keiner dieser Plaene verwirklicht, denn nachdem ich am Donnerstag die Nachricht bekam, dass Mimi schon am Freitag herkommt, war natuerlich klar, dass saemtliche Plaene gestrichen werden. Somit nahm dann auch das Auf und Ab ein Ende, was schon ein wenig nervenaufreibend war, weil niemand wirklich wusste wie es weitergeht. Aber et haett noh immer jootjejange, dieses Mal also auch!

Ansonsten habe ich die Woche, einmal mehr, mit hervorragendem Essen, hervorragenden Wellen (ich war 2x diese Woche bodysurfen, warum ich jetzt erst damit angefangen?!), einem Ausflug zum einsamen Strand Buena Vista, Fussball spielen bei gefuehlten 40º um 9 abends und natuerlich auch viel Spanisch lernen verbracht. Gestern war dann, zum zweiten Mal fuer mich, die Graduation mit Abschlussrede. Leider hatte ich dann einen kleinen Versprecher eingebaut und statt „yo no voy a olvidar Samara nunca“ (ich werde Samara niemals vergessen) „yo voy a olvidar Samara“ (Ich werde Samara vergessen) gesagt. Sehr lustig, vor allem fuer die anderen ;) Immerhin habe ich wieder den Preis fuer die beste Diskussionsbeteilung eingeheimst ;)

Und so bloed sich das jetzt anhoert, wo ich die Stunden zeahle, bis Mimi hier ist (3,5!), ich bin jetzt schon ein wenig traurig, wenn es uebermorgen zurueck ins Landesinnere geht. Nunja, immerhin ist Samara nach Koeln und Dunedin die „Stadt“ in der die meiste Zeit meines Lebens am Stueck verbracht habe, zumal man sich nach 5 Wochen nicht mehr als Turist fuehlt und auch von den Ticos nicht mehr als solcher wahrgenommen wird.

Wie oft ich in den naechsten 2 Wochen noch bloggen kann, weiss ich nicht, also nicht wundern, wenn nicht(s) mehr so viel hier erscheinen sollte. Auch schwer vorzustellen, dass ich in 2 Wochen schon wieder zu Hause bin. Und so schoen es hier ist und so sehr ich mich auf die naechsten beiden Wochen freue, „En unserem Veedel“ hoeren erzeugt bei mir immer kurzfristige starke Heimatgefuehle ;)

Alles Gute nach Koeln und Deutschland,

Stefan

Verfasst von: Stefan | April 18, 2010

Eyjafjallajokull

Man stelle sich folgende Situation vor:

Ich befinde mich in Samara, einem beschaulichen Stranddorf mit einem alles andere als beschaulichem Panorama am Strand. Die Sonne scheint den ganzen Tag. In der Haengematte liegend beobachte ich ein Eichhoernchen, welches gerade seine erbeutete Nuss isst und dabei die Schale auf mich runterrieseln laesst. Das Meer ist heute ungewohnt kalt und damit eine tolle Abfrischung gegen das heisse Wetter. Mittags esse ich dann ein tolles Fischcasado und hoere danach Jamie zu, wie er auf seiner Gitarre ein paar Songs spielt.

Eigentlich stellt man sich so einen perfekten Sonntag vor, doch mir geht es den ganzen Tag total beschissen.

Grund dafuer ist ein Vulkan namens Eyjafjallojakull, der meint, das erste Mal seit 200 Jahren auf sich aufmerksam zu machen und den ganzen Flugverkehr in Europa lahmzulegen und dafuer gesorgt hat, dass Mimi nicht wie geplant am Samstag oder nun nach einer Umbuchung morgen (Montag) nach Costa Rica fliegen kann. Wie es weiter geht, weiss momentan noch niemand, und das geht ziemlich an die Nerven. Die Enttaeuschung darueber ist vielleicht vergleichbar mit einem kleinen Jungen, der sich zu Weihnachten so sehr sein rotes BMX-Rad gewuenscht hat und stattdessen nur den kratzigen Wollpulli bekommen hat. Nur irgendwie ist das hier noch 10x schlimmer.

Aus dem eigentlich Plan, ab Dienstag dann Samara zu verlassen und gemeinsam durchs Land zu reisen, wird also nichts. Nachdem ich dann in der Nacht ueberlegt habe, was ich nun tun werde, habe ich mich dazu entschlossen, eine Woche in der Schule dranzuhaengen. Dafuer habe ich zwar noch keine Bestaetigung, weil die Rezeption heute nicht geoeffnet hatte, ich denke aber nicht, dass das kein Problem ist. Vor Donnerstag wird Mimi, wenn ueberhaupt, sowieso nicht in CR sein, so dass ich die Zeit nochmal nutzen kann, mein Spanisch noch ein bisschen zu verbessern. Die Alternative, schon alleine loszuziehen, stellte sich fuer mich eigentlich nicht, weil ich momentan null Bock darauf habe, die Orte, die ich gemeinsam mit Mimi sehen wollte, alleine zu bereisen, geniessen koennte ich es sowieso nicht. So habe ich wenigstens noch an der Schule einige nette Leute, und so schlimm ist es in Samara ja, im Prinzip, auch nicht.

Eigentlich war am Freitag mein letzter Schultag,  der dann mit einer Graduation samt Abschlussrede beendet wurde. Fuer meine Beteiligung am Unterricht habe ich sogar noch eine Auszeichnung in Form eines Lesezeichens erhalten. Am Samstag war ich dann noch auf einem Ausflug mit der Schule in den Nationalpark Palo Verde, in dem wir eine Bootstour gemacht haben und dabei ganz viele verschiedene Voegel und darueberhinaus auch Leguane und sogar einige Krokodile gesehen haben. Das war schon ziemlich beeindruckend, Fotos kann ich jetzt leider nicht hochstellen, weil das hier im Internetcafe leider nicht geht.

Viel mehr kann ich jetzt eigentlich auch nicht erzaehlen, ausser dass ich so sehr hoffe, dass Mimi, die gerade im Moment in der Warteschleife der Airline haengt, um den Flug erneut umzubuchen, moeglichst bald herkommt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Also bitte alle Daumen druecken, die zur Verfuegung stehen!

Verfasst von: Stefan | April 16, 2010

Ich hasse Island!

Ich habe schon diese ueberteuerten Car-Rental-Companies gehasst, aber dieser Vulkan ist noch tausendmal schlimmer! Verdammt!!!

Verfasst von: Stefan | April 14, 2010

On the road again: Montezuma & Isla Tortuga

Mit etwas Verspaetung nun wie versprochen alles zum aktuellen Stand zu meinem Wochenende sowie sonstigen Entwicklungen in Costa Rica:

Fangen wir an am Donnerstag letzter Woche: Nach einer sehr intensiven Spanischwoche mit einer super Lehrerin und dementsprechend guten Fortschritten bin ich abends noch in eine Spanischkonversationsklasse gegangen, zu der sich aber nur eine weitere Person angemeldet hatte, so dass wir eine knappe Stunde ueber Gott und die Welt auf Spanisch geredet haben. Es war sehr motivierend, dass das im Prinzip ziemlich gut geklappt hat. Danach hatte ich dann ca. 2 Stunden Hausaufgaben zu erledigen und da es um 8 Uhr morgens mit einer weiteren freiwilligen Grammatikklasse weiterging, habe ich schweren Herzens die „Ladies Night“, die groesste Party im Ort, sausen lassen. Gut erholt ging es dann am Freitag wie gesagt zur Spanischklasse, danach dann zum obligatorischen woechentlichen Examen und wenig spaeter dann schon in den Bus nach Montezuma. Ueber ziemlich bescheidene Strassen mit metertiefen Schlagloechern kamen wir dann schliesslich in den beschaulichen Strandort, ca. 100 KM suedoestlich von Samara gelegen. Dass man fuer diese Distanz dann ueber 4 Stunden braucht, sagt dann schon einiges ueber die Strassenverhaeltnisse aus.

Den ersten Abend haben wir dann mit der kompletten Truppe in einem kleinen Soda verbracht, wo es fangfrischen ganzen Red Snapper fuer ca. 5 Euro gab. Ein Fest! =) Danach ging es dann noch in eine kleine Bar (die einzige in Montezuma), in der aber gar nix los war, so dass sich das Feld dann schnell lichtete. Meine zwei Zimmernachbarn, Adam aus Kanada und Andi aus Stuttgart, und ich haben uns dann noch mit ein paar Bierchen auf die Strasse gesetzt und ein wenig dem ueberschaubaren Treiben auf der Strasse zugeschaut haben. Danach ging es dann ins Bett, damit wir fuer den kommenden Tag geruestet waren.

Da ging es dann nach einem kleinen Fruehstueck mit einem Boot auf die Isla Tortuga, eine sehr idyllische Insel, wie man sie sich in den Tropen vorstellt, weisser Sand und hohe Palmen. Vor der Insel sind wir dann zum Schnorcheln gegangen, was zwar an Cook Islands und Great Barrier Reef bei weitem nicht rankam, dennoch hat es ziemlich Spass gemacht, und es gab mit bunten Tropenfischen und Seeschlangen auch einiges zu sehen.
Anschliessend ging es dann zu einem BBQ zurueck auf die Insel, und puenklich um 12 wurde dann auch das erste Bierchen geoeffnet. Spaeter ging es dann nochmal raus zum Schnorcheln, was fuer mich allerdings ein kurzer Ausflug blieb, weil mich nach ein paar Minuten irgendwas gebissen hatte (vielleicht eine Qualle? keine Ahnung). Um mich vor weiteren Schaeden zu bewahren, wartete ich dann im Boot, bis die anderen auch soweit waren. Anschliessend fuhren wir dann mit Boot zurueck, mussten aber zwischendurch anhalten, weil Adam zu viel getrunken hatte und zwischendurch pinkeln und daher das Boot fuer ein paar Sekunden verlassen musste. „Probably the nicest bathroom you ever had“ kommentierte dann noch ein Ami, den wir auf der Insel kennengelernt hatten. Mit dem hatten wir uns dann noch fuer den Abend in Montezuma verabredet, und, gesagt getan, nach einer Pizza in einem Restaurant vor Ort halfen Adam, Andi und ich dem Ami (Namen vergessen), seine Baccardi-Flasche zu leeren. Bei Cuba Libre haben wir dann bis spaet in die Nacht ueber Politik, Geschichte, Sport und sogar ein wenig Philosophie gesprochen, super! Solche Abende sind Backpacking, wie es im Buche steht.

Die darauffolgende Nacht war dann dementsprechend kurz, und puenktlich am Morgen hatte mich dann „Montezumas Rache“ eingeholt (danke Mara fuer die Vorsehung), aber der Spuk war dann Gott sei Dank auch relativ schnell wieder vorbei. So konnte ich dann zum Glueck auch mit zur letzten Station, einem schoenen Wasserfall in der Naehe von Montezuma. Leider hatte ich aber die Instruktionen, was man fuer die Reise mitnehmen solle, nicht gelesen, so dass ich dann der einzige war, der die Felsen und Fluesse zum Wasserfall in Flip-Flops bewaeltigen musste. Tja, nachdem wir aber in Nicaragua ja schon den Vulkan nachts in Flip-Flops erkundet hatten, war das dann aber auch (fast *g*) kein Problem mehr.

Nach einer erfrischenden Abkuehlung am Wasserfall ging es dann wieder zurueck zum Hotel und wenig spaeter dann auch schon wieder auf den Weg Richtung Samara.

Das Wochenende war sehr schoen, in Samara ist es das jetzt aber auch wieder ;) Auch wenn es klimatechnisch seit gestern leider eine kleine Aenderung gab, denn: Es hat zum ersten Mal geregnet! Bis nachmittags war es noch sehr schoen, aber zur Abenddaemmrung ging es dann richtig los. Heute war es dann ebenfalls leider den ganzen Tag bewoelkt und ziemlich schwuel.

Nichtsdestotrotz gibt es hier immer noch genug zu tun. Neben den Klassen (die diese Woche leider nicht so gut und effektiv ist wie letzte Woche), kann man sich mit Kickern, Billard oder Barbesuchen wie gestern abend prima die Zeit vertreiben.

Das Wichtigste aber zum Schluss: nur noch 5 Tage, dann bekomme ich Besuch von meiner wunderbaren Freundin :) Ob ich am Wochenende davor noch einmal wegfahre, entscheidet sich in den naechsten beiden Tagen, fuer einen Trip von Freitag bis Samstag haben sich bislang jedoch leider erst 3 von 6 erforderlichen Personen angemeldet, so dass ich eher pessimistisch bin.

Jetzt hoffe ich, dass ich gleich trocken nach Hause komme, denn heute muessen noch Hausaufgaben erledigt und ein paar Vokabeln gelernt werden, da es morgen um 8 Uhr schon wieder weitergeht. Anschliessend werde ich dann am Nachmittag in der Classe de cocina wieder meine Kochkenntnisse erweitern und schliesslich dann abends wohl am Fussballspiel „Schueler gegen Lehrer“ teilnehmen.

Viele Gruesse nach Deutschland und alles Gute aus Samara! Zum Schluss noch ein paar Bilder von unserem Ausflug am Wochenende! Tipp: Wenn Ihr auf die Bilder klickt, werden sie groesser in einem anderen Fenster angezeigt!

Verfasst von: Stefan | April 8, 2010

Woche 3 im Strandparadies

Es ist schon ein wenig her seit meinem letzten Eintrag, aber die (ich schiebe es auf das Klima) Schreibfaulheit hat mir in den letzten Tagen einen Schnitt durch die Rechnung gemacht. Also, was ist seit Nicaragua passiert?

Am Dienstag letzter Woche habe ich fuer 4 Tage Besuch von Steffi und Timm aus Koeln bekommen, die auf ihrer Costa Rica-Reise einen Zwischenstopp in Samara gemacht haben. Am ersten Tag haben wir eine Kayaktour gemacht, die vor allem Steffi besonders gut gefallen hat ;) Auf einer kleinen Insel haben wir dann einen Stopp gemacht, Leguane mit Bananen gefuettert und ein bisschen geschnorchelt. Das Schnorcheln war allerdings eher enttaeuschend. Steffi und ich sind dann noch beim Rausfahren beinahe gekentert, Steffi ist sogar aus dem Boot gefallen, aber sonst haben wir uns ganz wacker geschlagen (wenn man von Steffis Fluchen auf der Rueckfahrt absieht ;) ). Ansonsten haben wir es sehr ruhig angehen lassen („tranquillo“), ausser einem halben Tag am nahegelegenen Strand Playa Carillo sind wir aus Samara nicht rausgekommen, was auch daran lag, dass die Transportsituation ziemlich kompliziert war und keiner so recht sagen konnte, welche Busse fahren und welche nicht. Da die Ticos die Osterwoche selbst immer zum Reisen nutzen, war es in Samara auch dementsprechend voll.
Am Playa Carillo wurde Steffi dann noch von einem Alien-Krebs attackiert (Bild siehe unten).

Seit Anfang der Woche hat die Schule wieder angefangen, diese Woche habe ich eine super Lehrerin und einen netten Kurs erwischt, man spuert auch foermlich, wie man Tag fuer Tag besser wird. Heute gab es dann wieder einen Kochkurs mit leckeren Empesadas con Pollo, muy rico!

Am Wochenende geht es dann endlich auch mal wieder raus aus Samara. Mit einer Gruppe aus der Schule geht es von Freitag bis Sonntag nach Montezuma, einem weiteren Strand an der Pazifikkueste, wo wir dann auch Schnorcheln werden, mit hoffentlich besseren Ausblicken als beim Schnorcheln in Samara.

Falls es funktioniert fuege ich jetzt noch unkommentiert ein paar Bilder von der Schule, vom Strand und auch von mir ein:

Weitere News gibt es dann naechste Woche nach dem Montezuma-Trip! Liebe Gruesse!

Verfasst von: Stefan | März 30, 2010

Pura Vida – in Nicaragua

Soeben bin ich von meinem Wochenendtrip in Nicaragua zurueckgekehrt, und falls die Technik klappt, gibt es sogar ein paar Fotos.

Als Einstimmung auf die Fahrt gab es am Donnerstag abend eine Latino Night in einer Bar direkt am Strand gelegen. Neben ein paar peinlichen Salsa-Bemuehungen meinerseits gab es dafuer aber jede Menge Bier und Spass. Da am Freitag morgen noch unser woechentliches Examen in der Sprachschule anstand, machte ich mich dann aber gegen 2 Uhr nachts auf den Weg nach Hause.

Mehr oder weniger ausgeruht ging es dann mit Gepaeck am Freitag noch zum einstuendigen Test, bevor sich dann unsere Gruppe auf nach Nicaragua machte. Unser Bus, gefahren von Jerry (ich vermute, Anne, Wilma und Petra kennen ihn noch *gg*) traf sich dann mit einer anderen Truppe aus Hederia in Liberia, wo es nach einem Lunch dann Richtung Grenze ging. Das war dann wiederum ein Geduldsspiel, da aufgrund der Osterfeiertage sehr viel Leute unterwegs waren. Es gab auf jeden Fall hektisches Treiben, aber nach geschaetzten 2 Stunden waren wir dann endlich in Nicaragua.

Dort war dann Granada das Ziel, was wir nach Einbrechen der Dunkelheit auch erreichten. Quasi direkt aus dem Bus ging es dann in ein mexikanisches Restaurant, gelegen in einer sehr atmosphaerischen „Fussgaengerzone“, in der einem alle 2 Minuten ein tolles Souvenir von irgendwelchen Leuten ziemlich aufdringlich angeboten wird. Nach dem Essen gingen wir dann noch in eine Bar mit Live Musik, wo ich nach meinen schlechten Erfahrungen vom Tag zuvor mich mit dem Salsatanzen zurueckhielt, war dafuer aber sehr neidisch, als ich sah, wie gut das bei den Ticos aussieht. Alles in allem war damit der Grundstein fuer ein ziemlich cooles Wochenende gelegt.

Am Tag drauf begaben wir uns dann leicht uebermuedet auf eine Stadttour durch Granada. Waehrend Jerry am Pool seinen Kater auskurierte, scheuchte uns die Fuehrerin fuer ganze 4,5 Stunden (!!) durch die Stadt.  Dafuer weiss ich jetzt, theoretisch, die komplette Stadtgeschichte, wann welches Gebauede auf welche Art und Weise abgebrannt ist, und kenne die kompletten Personenkonstellationen in der Geschichte Granadas. In der Praxis war es leider ein totaler Overload an Informationen, immerhin gab es ein paar schoene Eindruecke dieser alten Kolonialstadt+ (denke man sich ein Doppelpunkt anstelle des +, ich komme mit der Tastatur hier nicht klar *g*)

Okay, leider streikt die Technik, daher leider keine Fotos..

Nach der Stadttour/tortur ging es dann zu zwei verschiedenen Maerkten in der nahegelegenen Stadt Masaya. Waehrend der erste sehr touristisch war und damit eher unspektakulaer, bekamen wir beim zweiten Markt, wo ausschliesslich Einheimische ausser uns waren, einen guten Einblick in die einheimischen Gegebenheiten. Auf der anderen Seite wie gesagt interessant, auf der anderen Seite wurde ich bislang noch nicht bewusst schonmal mit einer solch verbreiteten Armut konfrontiert, wie es dort der Fall war. Die Autos hatten wir uebrigens auf einem Parkplatz beim ersten Markt geparkt. Als wir dann zurueck gekommen sind, war dann leider das Tor abgeschlossen, so dass wir erstmal ein wenig warten mussten. Zum Glueck war dann letztlich dann doch noch jemand da, so dass es dann weiter zum naechsten Ziel, beim Volcano Masaya, gehen konnte. Dies ist ein noch sehr aktiver Vulkan, der noch eine Menge Schwefel ausspuckt. Man kann sogar in den Krater reingucken, was ziemlich beeindruckend war. Auf dem Weg zum Vulkan ging aber einer unserer beiden Busse kaputt, bzw er machte Zicken, so dass wir kurzerhand alle zusammen in einen Bus verfrachtet wurden. Im Innenraum war aber trotz Stapeln von Personen nicht genug Platz, so dass noch 4-5 Leute aufs Dach mussten. Schliesslich bekamen wir dann Helme und Taschenlampen ausgehaendigt. Da es zum Schuhewechseln nicht mehr gereicht hatte, gingen wir dann mit Flip Flops ueber Stock und Stein und Mondschein, unterstuetzt von den Taschenlampen durch die Pampa, ein Wunder, dass keine Knoechel in Mitleidenschaft gezogen wurden *g* Unter anderem gingen wir an den Eingang einer Hoehle, wo Massen von Fledermaeusen rumflogen und auch schon fast bedrohlich nahe kamen, zum anderen betraten wir sogar eine aus Lavastein geformte Hoehle. Ziemlich beeindruckend die totale Dunkelheit, als alle Gleichzeitig ihre Taschenlampen ausschalteten.
Nach diesem anstrengenen Tag blieb es zumindest fuer mich dann abends bei Pizza, ein bisschen Entspannen auf der Terasse und frueh schlafen gehen.

Am letzten kompletten Tag besuchten wir morgens zuerst einen See, der ganz frueher Mal ein Krater war. Sehr schoene Kulisse, muss ich sagen. Ja, das wuerde ich gerne mit Euch teilen, geht aber ja leider nicht *g* Dort hingen wir dann ziemlich lange rum, die Party-Leute konnten den langsamen Tageseinstieg aber dem Anschein nach auch ganz gut gebrauchen. Gegen Nachmittag stand dann noch eine coole Bootstour auf dem Lago Nicaragua an, einem riesigen Suesswassersee.  In dessen Verlauf kamen wir an einigen kleinen Inseln vorbei, neben einem Baum mit mindestens 50 Papageien konnten wir auch einige Kapuzinermoenche sehen, die mich mit ihrer Akrobatik schwer beeindruckten *g* Beim Aussteigen fielen dann meinem Zimmerkollegen Tibor, ein sehr lustiger Hollaender, noch seine 300-$-Sonnenbrille ins Wasser (was im uebrigen total ekelhaft und auch verseucht ist). Er ist dann trotzdem danach getaucht und hat sie sogar wiedergefunden. Dafuer hat er dann sein T-Shirt dort liegen lassen. Sehr lustig, das ganze *g*

Am Abend gab es dann ein ziemliches Saufgelage in einer Bar in Granada, wo ziemlich coole Live-Musik gespielt wurde. Auf dem Heimweg hatten wir dann einen verloren, der dafuer dann alleine nach Hause gehen musste und mal prompt um sein Portemonaie und beinahe auch um seine Kamera erleichtert wurde.

Heute stand dann nur noch die Rueckreise nach Samara auf dem Programm, wobei auch heute der Grenzuebergang wieder eine Tortur war. Hoch lebe Europa, kann man da nur sagen.

Jetzt bin ich ziemlich muede, lang wird der Abend fuer mich heute also nicht mehr. Morgen treffe ich mich mit Steffi und Timm, die ja mittlerweile auch in Costa Rica rumtouren, da werden wir dann eventuelle weitere Reiseplaene besprechen.

Was habe ich also aus Nicaragua mitbenommen? Eine Menge schoener Eindruecke von einem Land, welches doch sehr urspruenglich ist und die Menschen nicht wirklich mit Reichtum gesegnet sind. Zum anderen zum Glueck auch wieder alle Wertgegenstaende, leider hingegen auch einen ziemlichen Sonnenbrand auf den Schultern, das Schwimmen im See hat dann wohl doch etwas zu lang gedauert.

Liebe Gruesse nach Koelle und nach Deutschland!

Verfasst von: Stefan | März 24, 2010

Fuss fassen in Costa Rica

Ja, es stimmt, es wird Zeit fuer Neuigkeiten ;)

Zuallererst muss ich gestehen: Der Anfang hier war gar nicht mal so einfach. Kulturschock nennt man sowas wohl auch. Hinzu kam dann natuerlich noch das Angeschlagensein durch die doofe erste Nacht in San Jose, wenig Nahrung an den ersten Tagen, gestern dann irgendwann ziemlich krasse Schwindelattacken… aaaaaaber: Es geht aufwaerts! ;)

Die Hitze macht mir zwar nachwievor zu schaffen (Klimaanlage: Du bist toll!!!), doch ansonsten habe ich in Samara mittlerweile Fuss gefasst.
Seit gestern hat auch meine Schule angefangen, bei der in wenig ueberraschenderweise ins zweitunterste Level eingestuft wurde, und die Schule und der Unterricht sind sehr schoen.

Zur Schule (www.samaralanguageschool.com) kann man sagen, dass die Location total traumhaft ist, direkt am Strand gelegen, mit chilligen Haengematten und einigen schattigen Plaetzen auf dem Campus. Im Unterricht sind wir zu viert, obwohl man sich manchmal vorkommt, als sei man alleine, weil ausserhalb des Unterrichts kaum einer etwas sagt (ich jetzt auch nicht mehr, basta *G*), dafuer konnte ich aber ausserhalb meiner Klasse schon einige Kontakte knuepfen. Gestern bspw war ich (nachdem mein Magen den Nahrungsaufnahmeboykott offiziell fuer beendet erklaert hatte) mit 3 anderen Leuten in einem wunderbaren Restaurant, tolle Atmosphaere (auch direkt am Strand) und noch tollerem Essen  (Gegrilltes Fisch-Filet mit Baked Potatoes, Zuchini, Tomate, alles mit Olivenoel und Knoblauch mariniert, ein Traum! Fuer gerade mal 11$). Und, Mimi, da ich eben vergessen hatte, das in die Mail an Dich zu schreiben: Ich freu mich total dadrauf, in knapp 4 Wochen dort mit Dir fuerstlich zu speisen :)

Meine Wohnung ist im uebrigen ca. 10 Minuten zu Fuss von der Wohnung entfernt, was in der MIttagssonne aber trotzdem schonmal lang sein kann. Abends trifft man dann auf dem Nachhauseweg wahlweise auf Rinderherden, die frei ueber die Strasse laufen oder auf 1 Meter lange Leguane, die ploetzlich vor einem auf der Strasse sitzen ;) Fotos davon gibts noch keine, ich muss naemlich gestehen, dass ich noch kein einziges Foto gemacht habe. Aber auch das wird sich bald aendern:

Am WE fahre ich mit der Schule nach Nicaragua (Fr. – Mo.), das ist zwar etwas teurer (250 $), dafuer haben wir aber wenigstens ein cooles Hotel (www.alhambrahotel.com.ni). Dort schauen wir uns Granada an und machen eine Bootstour zu einer Insel auf dem Lago Nicaragua.

Sonst noch ein paar Quick Facts:

Moskitoes sind zwar da, aber nicht schlimm (okay, das wird auf der Rundreise dann sicher anders).

Gestern habe ich „ausversehen“ (oder nennen wir es beim Namen: „aus Bloedheit“) ein grosses Glas Leitungswasser getrunken. Ist aber wohl nicht schlimm, das machen alle hier und noch keinem ist etwas passiert.

Nutella (ca. 150g? also die kleinste Packung, gibt es in D glaub ich gar nicht) kostet umgerechnet 7$. Habe ich mir heute trotzdem mal gegoennt, da ich an den Ausspruch meiner Mutter (ich hab Dich lieb!) denken musste: Der Jung muss doch was zu essen haben. Das Nutella-Fruehstueck hat jedoch grosse Konkurrenz in den absolut genialen Fruehstuecksfruchtportionen, die eine Frau hier an der Schule immer fuer 1000 Colones (ca. 2$) in der 10-Uhr-Pause verkauft. In dieser Portion findet sich ein toller Mix aus Ananas (die suesseste, die ich je gegessen habe), Wassermelone, Banane und Papaya. Ein Traum!

Mehr faellt mir im Moment nicht ein, gleich werde ich noch mit ein paar Schweizern ein bisschen was grillen, deshalb werde ich fuer heute mal hier aufhoeren.

Mal schauen, ob ich mir vor Nicaragua nochmal melde, wenn ja, ist schoen, wenn nicht, kann man auch nix machen ;)

Nach diesem furchtbar kreativen (zuviel Sonne?) abschliessendem Satz wuensche ich Deutschland einen geruhsamen Schlaf und morgen einen tollen Tag!

Verfasst von: Stefan | März 21, 2010

Ein erstes Lebenszeichen

Hallo Ihr Lieben,

zum ersten Mal melde ich mich nun aus Costa Rica! Sehr viel zu berichten gibt es bislang noch nicht (einen kleinen Kulturschock ausgenommen), dennoch wollte ich mich mal in der Heimat melden.

Seit gestern bin ich in Samara, und hier ist es unglaublich warm. Ich bin so froh, dass ich eine Klimaanlage in meinem Zimmer habe, die ist wirklich sehr sehr hilfreich. Ansonsten versuche ich noch, meinen Jetlag auszukurieren, dafuer habe ich letzte nacht auch immerhin 13 Stunden geschlafen :) Nicht wirklich hilfreich war dabei, dass ich in meiner ersten Nacht in San Jose kaum ein Auge zumachen konnte, weil Mimi mich wohl doch noch mit ihrer Magen-Darm-Geschichte angesteckt hatte. Aber das schlimmste ist jetzt ueberwunden und ich werde gleich zum ersten Mal ins Wasser springen.

Da hier schon jemand auf den INternetplatz wartet, muss ich mich ein wenig beeilen. Heute abend steht noch eine Fuehrung durch Samara auf dem Programm, morgen startet dann meine Schule.

Viele Gruesse aus Costa Rica

Stefan

Verfasst von: Stefan | März 12, 2010

Auf zu neuen Ufern und Küsten!

Nach knapp 2 Jahren Pause freue ich mich, endlich einen Grund zu haben, meinen Neuseeland-Blog weiterzuführen.

Im Jahre 2008 habe ich die Daheimgebliebenen über meine Erlebnisse und Abenteuer während meines 5-monatigen Auslandsaufenthaltes auf dem Laufenden gehalten, und mir selbst damit nebenbei eine schöne Erinnerung an eine der schönsten Zeiten meines Lebens erhalten.

Anstelle von Neuseeland heißt das Ziel im Jahr 2010 nun Costa Rica! Heute in einer Woche werde ich mich bereits im Flieger nach San Jose befinden, wo ich dann (Zeitverschiebung berücksichtigend) nach 21 Stunden im Transit am Freitag abend eintreffen werde. Nach einer Nacht in einem Hostel verschlägt es mich am nächsten Tag dann an die Pazifikküste nach Sámara, wo ich in den folgenden 4 Wochen meine bislang nur rudimentär vorhandenen Spanischkenntnisse auf Vordermann bringen werde. 35 Grad zeigen aktuell die Thermometer für die Region, glücklicherweise liegt der Pazifik zur Abkühlung buchstäblich direkt vor der Haustür. Nach diesen 4 Wochen in Sámara freue ich mich auf meine liebe Mimi, die die letzten 3 Wochen in Costa Rica mit mir verbringen wird, in denen wir versuchen werden, möglichst viele tolle Sachen in Costa Rica zu sehen, zu erleben und zu unternehmen.

Anfang nächster Woche werde ich zunächst noch meine „geliebte“ Diplomarbeit abgeben und damit dem Thema Uni ein Ende setzen. Der Rest ist dann pure Vorfreude auf 7 tolle Wochen, die ich am Ende hoffentlich ebenfalls als eine der schönsten meines Lebens bezeichnen werde.

Wie sich das Bloggen vor Ort realisieren lässt, bleibt allerdings abzuwarten, da ich ohne Laptop nach Costa Rica reisen werde und damit auf Internetcafés angewiesen bin.

Es würde mich freuen, Euch auch in diesem Jahr wieder ein Land durch meine Berichte näher zu bringen, bei denen Ihr dann auch gerne neidisch auf mich sein dürft ;-)

Viele Grüße

Euer Stefan

Verfasst von: Stefan | Mai 19, 2009

Damit hier nix gelöscht wird..

plöp

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